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Zugegeben: Ein bisschen anstrengend ist er bisweilen. Doch das gleicht Jan-Peter Petersen immer wieder mit seinen genial anmutenden Wortakrobatiken aus. Der Comedy-Star stellte sein erstes Solo-Programm „Leben zwischen Fisch und Kopp“ in der Alten Scheune desKulturzentrums Burg Baesweiler im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur nach Acht“vor. Der Schauspieler und Mitgründer des Hamburger Kabaretts beschreibt sich selbst als Erfinder von Pointen im Sekundentakt. Ob das nun persönliche Krisen sind, ungebremste Eitelkeiten oder verlorene Ideale. Petersen baut seine Sätze sehr scharfsinnig und unverschämt ehrlich auf. Manchmal, wenn es um den Vergleich mit dem anderen Geschlecht geht, hart an der Grenze zur Zote, aber immer mit einem Fundament aus schlauem Humor. Langeweile kommt dabei nicht auf. Doch man muss jederzeit genauestens zuhören, damit es nicht zu schwierig wird. Am Schluss seines Programms beweist der Hamburger Jung, der mittlerweile im 60. Lebensjahr angekommen ist, dass er auch musikalisches Talent hat. Einer Dame imPublikum widmet er ein Bewunderungslied mit den Textpassagen „Du bist die Schuppe in meinen Haaren und der Ring unter meinen Augen“. Seehofer aufs Korn genommen Selbstironische Züge wechseln mit aktuellen politischen Bezügen. So auch, als er Bayernbeschreibt: „Das „Seehofer-Land ist das Katalonien Baden-Württembergs.“ Seehofer selbst bekommt sein Fett weg, als Petersen ihn als eine „folkloristische Mischung zwischen Stalin und Almöhi“ darstellt. Veranstaltungsort: Distel-Studio Friedrichstraße 101 10117 BERLIN

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Event veröffentlicht am 09.11.2019

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